Praxis für Naturheilkunde und Ganzheitsmedizin

Schilddrüse, Hashimoto & Jod

Haben auch Sie Probleme mit der Schilddrüsenfunktion? Dann sind Sie nicht allein! Immer mehr Menschen leiden unter Schilddrüsenbeschwerden. Schilddrüsenhormone wirken wie in Zündfunken und bringen den Stoffwechsel in Gang. Bei Funktionsstörungen ist dieser Prozess entweder stark gedrosselt oder läuft viel zu hochtourig. Beides fühlt sich nicht gut an, mit Folgen für den gesamten Gesundheitszustand.

Was macht die Schilddrüse so anfällig? Die Hälfte aller Deutschen ist betroffen? An der Zeit zu hinterfragen wo Ursachen liegen.

Hormone und Schilddrüsenstörungen

Frauen sind wesentlich häufiger betroffen, was auf die Hormonschwankungen im Leben einer Frau zurückzuführen sein dürfte. Alle menschlichen Hormone sind wie ein Orchester und kleinste Unstimmigkeiten verändern die Musik, unser Wohlbefinden. So hängen Schilddrüsenhormone und Sexualhormone eng zusammen und Störungen machen sich insbesondere in Phasen der Umstellung bemerkbar. Häufig wird aber nicht sofort an die Schilddrüse gedacht, sondern die Psyche verantwortlich gemacht. Schilddrüsenprobleme nehmen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel und die Gewichtsregulation. Oder ist eine Nebennierenerschöpfung die Ursache? Eine gesunde Schilddrüse ist stark abhängig von einer gesunden Nebennierenfunktion. Will man die Schilddrüse unterstützen, muss man auch die Nebennieren unterstützen.

Die Schilddrüse braucht Jod

Jede Zelle unseres Körpers enthält und benötigt Jod. Die Schilddrüse am meisten, aber auch die Speicheldrüsen, die Brustdrüsen, die Eierstöcke, die Prostata, das Gehirn, die Magenschleimhaut. Japaner  nehmen täglich die 100- fache Menge auf wie wir Mitteleuropäer. Jod findet sich vor allem im Meerwasser, besonders in Meeresorganismen und da wiederum in Algen und Tang. Jodtabletten, wie wir sie kennen, enthalten Kaliumjodid. Verschiedene Formen von Gewebe brauchen verschiedene Formen von Jod, also Jod und / oder Jodid. Jodiertes Speisesalz schütz vor der Kropfbildung. Es reicht aber nicht immer um Schilddrüsenfunktionsstörungen zu vermeiden. Fisch und Algen konsumieren wir weit weniger als Japaner. Dort sind Schilddrüsenerkrankungen selten. Der individuelle Jodbedarf variiert stark und unterschiedliche Co- Faktoren regulieren die Aufnahme und Verwertung von Jod für den Schilddrüsenstoffwechsel.

Die Schilddrüse braucht Co- Faktoren

Einige Co- Faktoren sind wichtig für die Jodaufnahme und die Jodverwertung, zur Herstellung von Schilddrüsenhormonen  und deren Umwandlung in aktive Schilddrüsenhormone. Häufig liegt eine Umwandlungsstörung vor. Dabei erscheint der Laborwert TSH, der üblicherweise zur Diagnostik bestimmt wird, völlig unauffällig obwohl eine Mangelsituation vorliegt.

  • ausreichend  hohes  Ferritin (Speichereisen)
  • ein gutes Verhältnis von Omega 3 zu Omega 6 Fettsäuren
  • ausreichend Selen
  • B- Vitamine
  • Zink
  • Vitamin C
  • Thyrosin
  • intakte Leber und Darmfunktion

Hashimoto- Thyrioditis

Als Hashimoto-Thyreoiditis bezeichnet man eine über Jahre verlaufende schmerzlose Entzündung der Schilddrüse, bei der das Immunsystem des eigenen Körpers das Schilddrüsengewebe angreift. Man spricht daher auch von einer Autoimmunkrankheit. Zunächst oft symptomlos, leiden die Betroffenen in der Phase in der sich das Schilddrüsengewebe zerstört wird unter heftigen und oft wechselnden Symptomen zwischen Über- und Unterfunktion. Die labordiagnostisch basierte Ergänzung von antientzündlichen und schilddrüsenschützenden Mikronährstoffen kann den Ausbruch der Hashimoto- Thyreoditis verhindern oder zumindest deren Verlauf mildern. Zur Verbesserung der Lebensqualität sollte man auch Lebensmittelunverträglichkeiten, mit besonderem Augenmerk auf Gluten und Getreide, den Status der Geschlechts- und Nebennierenhormone, sowie chronische Belastungen durch Erreger, wie z.B. durch den Ebstein- Barr- Virus berücksichtigen.

Ich mache Sie freundlich darauf aufmerksam, dass es sich bei einigen naturheilkundlichen Diagnose- und Therapieverfahren um Erfahrungsheilkunde handelt und selbige nicht unbedingt wissenschaftliche bzw. schulmedizinisch anerkannte bzw. bewiesene Verfahren darstellen. Die genannten Einsatzgebiete für Therapieverfahren beruhen auf eigenen langjährigen praktischen Erfahrungen.
Für alle medizinischen Diagnose- und Therapieverfahren gilt zudem: Lassen Sie sich bitte immer persönlich über Wirkungen, eventuelle Nebenwirkungen und Komplikationen sowie Gegenanzeigen in der Praxis beraten.